Staatliche Fachschule für
Lebensmitteltechnik
Kulmbach
E.C.-Baumann-Str. 2295326 Kulmbach
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Know-How: Mikrobiologie: Mikroskopische Untersuchung von Stärke

In diesem Praktikum wurden verschiedene Stärkepräparate, Weizenmehl, Inulin und Blut eines Freiwilligen untersucht. Stärkepräparate werden durch Auswaschen und Ausschlämmen von zerkleinerten Pflanzenteilen gewonnen. Deshalb enthalten diese Stärken, im Gegensatz zu Mehlen, kaum noch Zell- und Gewebebestandteile.
Bei der mikroskopischen Untersuchung von Stärke ist man also ausschließlich auf Form, Größe und Aussehen der Stärkekörner angewiesen. Diese zu beschreiben und erkennen zu können, war Ziel des Praktikums.
Versuchsaufbau
Benutzt wurden folgende Geräte und Materialien:
Mikroskop mit dazugehörenden Geräten (wie bekannt)
Objektträger und Deckglas
Proben: Inulin, Weizenmehl, frische Kartoffel; Stärken: Erbsen, Wachsmais; Hafer (Querschnitt der Zellwand); Blut von Herrn Jürgen Klasmeier.
Lugol´sche Lösung (Jod-Kaliumjodid-Lösung)
Skalpell und Nadel zum Probengewinnung
Digitalkamera Typ Olympus 820 mit Stativ und Notebook (mit freundlicher Unterstützung von Herrn Hoffmann)
Versuchsdurchführung
Aufbau des Mikroskops wie bekannt.
Die Stärken, Mehl und Inulin werden auf einen Objektträger mit einem Tropfen Wasser aufgebracht und vorsichtig mit einem Deckglas abgedeckt, von der Kartoffel wurde ein wenig mit einem Skalpell abgenommene Flüssigkeit mit Stärke mikroskopiert; zum Mikroskopieren des Blutes wurde ein Tropfen auf den Objektträger aufgebracht (ohne Wasser), sofort das Deckglas aufgelegt und mikroskopiert.
Um die Strukturen im Stärkekorn besser erkennbar zu machen, kann man die Präparate mit Jod-Kaliumjodid-Lösung färben. Diese beruht auf der Farbentwicklung der Jod-Stärke-Reaktion. Da die Färbung sehr schnell vor sich geht, muß man gleichzeitig färben und mikroskopieren, um den Färbungsverlauf beobachten zu können. Die Färbung geht schnell von der Heraushebung einzelner Strukturen bis zur vollständigen, fast schwarzen Färbung des Stärkekorns vor sich.
Vorgehensweise beim Färben: Präparat unter dem Mikroskop belassen, mit einer Pipette etwas Lugol’sche Lösung auf die eine Seite des Deckblattes auftragen und mit Zellstoff von der anderen Seite her durchsaugen.
Mikroskopische Untersuchungen der Präparate
| Kartoffeln
2 Bilder |
Kartoffelstärke, 1000fache Vergrößerung, mit Immersionsöl, im Hellfeld, Kondensor unten Körner mit exzentrischen Schichten, die nacheinander gebildet werden, z.T. zusammengesetzte Körner, rund, oval oder kartoffelförmig
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| Weizen
2 Bilder |
Weizenmehl, 1000x, mit Immersionsöl im Hellfeld, Kondensor unten
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| Erbsen
2 Bilder |
Erbsenstärke, 1000x mit Immersionsöl, im Hellfeld, Kondensor unten, 7,2 Volt
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| Mais
2 Bilder |
Wachsmaisstärke, 1000x , mit Immersionsöl im Hellfeld, Kondensor unten 7,2V
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| Schwarzwurzel
2 Bilder |
Inulin aus der Schwarzwurzel, Speicherstoff aufgebaut aus Fructoseeinheiten, 1000x, mit Immersionsöl, Kondensor unten, im Hellfeld, 7,2 V. Inulinkörner mit runder bis kristallförmiger Gestalt, einzeln oder in Klumpen, verschiedene Größen
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| Hafer
2 Bilder |
Querschnitt durch die Fruchtwand eines Haferkornes, ca. 250x, im Hellfeld, Kondensor unten, 6Volt
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| Blut
1 Bild |
Blut in 1000-facher Vergrößerung,
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Ergebnisse
Pflanzen sind in der Lage, Reservestoffe in Form von Kohlenhydrate, hauptsächlich Stärke, zu speichern. Die unterschiedliche Form der Stärkekörner kann bei der mikroskopischen Untersuchung eines Produktes Rückschlüsse auf die Art der verwendeten Stärken oder anderer Kohlenhydrate ermöglichen. In unseren Präparaten waren diese Unterschiede gut zu erkennen und konnten durch die gezeigten Fotos veranschaulicht werden.














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